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Klassische Homöopathie
In der Allopathie (Schulmedizin) werden Medikamente gegen die Symptome verabreicht,
die den Patienten plagen. Bei einem Hautausschlag gibt man eine Salbe mit oder
ohne Cortison -der Ausschlag verschwindet, kehrt aber oft nach kurzer Zeit wieder
oder es entwickelt sich ein anderes Symptom. Bei Kleinkindern,die unter Neurodermitis
leiden,läßt sich dies häufig beobachten. Sie entwickeln nach einer solchen"Unterdrückung"
häufig Asthma. Bei chronischen Krankheiten,wie z.B. Bluthochdruck müssen die
Medikamente (z.B. Beta-Blocker) lebenslang eingenommen werden.
Das Symptom wird unterdrückt, die Krankheit bleibt.
In der Homöopathie erhält der Patient ein Arzneimittel, das dem Symptom dynamisch
entgegenkommt,d.h. es wird ein Mittel gegeben,das am Gesunden genau diese Erscheinungen
hervorrufen würde. Dadurch wird dem Körper und dem Geist, der Lebensenergie
in uns,die Chance gegeben,sich selbst zu heilen.
Ausschlaggebend für die Mittelwahl (es stehen über 2000 Arzneimittel zur
Verfügung) ist immer die Symptomatik des Patienten, seine individuelle Art mit
seinem Leben umzugehen, wie er die Welt erlebt und seine Vorgeschichte, auch
die seiner Familie.
Häufig bringt man eine Veranlagung zu bestimmten Krankheitserscheinungen
mit,die auch berücksichtigt werden muß. Um das richtige Mittel zu finden,
ist ein Vertrauensverhältnis sehr wichtig. Die absolute Schweigepflicht des
Homöopathen und seine wertfreie Symptomaufnahme sind unabdingbare Vorraussetzungen. Ebenso
wichtig ist die Bereitschaftschaft des Patienten mitzuarbeiten und sich auf
die spannende Reise seiner Heilung einzulassen.
Ein einfaches Beispiel : Ein Patient leidet an Heuschnupfen. Am
auffälligsten sind heftige Niesanfälle, die ihn völlig erschöpfen. Die Nase
juckt und kribbelt, wenn er nicht nießen muß. Er hat Schwindel und fröstelt
leicht. Am besten bekommen ihm warme Getränke und Speisen. Sabadilla (Schoenocaulon
officinale) "hat" genau diese Symptome - und führt zum Erfolg.

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